Handarbeiten mit Trello organisieren

Handarbeiten

Wenn ihr ähnlich gestrickt seid wie ich, habt ihr vermutlich das gleiche Problem: Der abartig große Garn-Vorrat ist auf mehrere Zimmer in der Wohnung verteilt. Die Restekiste quillt über. Ihr habt mehrere Notizbücher, in die ihr ungeordnet Abwandlungen von Anleitungen notiert, die ihr aber nicht mehr findet, wenn ihr euch etwa an den zweiten Socken setzen wollt. Und von UFOs fangen wir gar nicht erst an.

Beruflich organisiere ich meinen ganzen Scheiß längst mit Trello und seit einer Weile nun auch meine Handarbeiten. Muss man das machen? Nö! Es hilft mir aber, da ich im Vorfeld oft nicht weiß, was aus einem Garn wird, und weil ich gerne den gesamten Weg nachverfolge. Ein Beispiel ist mein letzter Insta-Post.

Uff, da hatte ich doch ein Bild von?

In dem Post geht es um meine Reste-Decke, die ja auch Memory Blanket genannt werden. Ich wollte gern die Geschichte zu dem Garn erzählen, dass ich da gerade verwende, Memory teilen halt. Das hier waren die Steps:

  • Selbst gefärbt. Aber womit, wann, wie war das so?
  • Socken gestrickt. Ich erinnere mich, dass ich mit der Färbung happy war, aber total Probleme hatte, ein passendes Muster zu finden.
  • Socken verschenken. An wen, warum?
  • Was passiert mit dem Rest: Weitere Socken gemacht, wieder ein Geschenk, auch hier gibt es eine Geschichte zu erzählen.
  • Und dann schlussendlich das Mini-Knäuel, das nur noch für die Reste-Decke gereicht hat.

Ganz schön lange Story von so einem Strang Garn. Und jetzt kommt Trello ins Spiel.

Mein Trello-Board „Handarbeiten“

Trello hat ja diese praktischen Listen oder Spalten. Was mir so im Netz begegnet, speichere ich unter Ideen. Dort vergammeln die Sachen tendentiell, aber egal. Wichtig ist meine neue Spalte „Stash“. Dort landet jedes neue Garn, das ist der Ausgangspunkt. Knöpfen wir uns mal ein Beispiel vor: Die Karte aus dem Screenshot oben links, mit dem roten Garn, habe ich gerade aktualisiert, weil ich nun Bilder von der ersten fertigen Socke habe. Die Karte sieht jetzt so aus:

Nice, eh? Spannend ist aber, wie man den Weg des Blanko-Strangs nachverfolgen kann:

Offensichtlich habe ich vier Rottöne mit Koolaid angemischt. Das ist ein halbes Jahr her, so lange lag der Strang bei mir herum, ich hätte mich da vermutlich nicht mehr dran erinnert. Wenn ich aber nun irgendwann mal einen ähnlichen Strang färben will, kann ich anhand der Bilder rekonstruieren, was ich da überhaupt gemacht habe! Außerdem habe ich den Link zu der suuuuuuuperschönen Anleitung hinzugefügt. Der Vollständigkeit halber könnte ich in der Beschreibung noch ergänzen, welche Größe genau ich da stricke, wie die so passt, und dass ich mich für eine andere Ferse, nämlich die glatte Variante der Krausen Ferse entschieden habe.

Was für 2/3???

Die Überschrift ist eine dumme Chiffre, die ich so nicht mehr machen werde. Soll heißen: Zweiter Strang aus meiner zweiten dokumentierten Färbe-Session. Da ich da selber nicht durchsteige, lasse ich es einfach und gebe den Garnen vernünftige Namen.

Ist das nicht unnötig?

Doch, klar. Man muss das so nicht machen. Ich finde es allerdings dann hilfreich, wenn ich mit meinen Handarbeiten mehr machen will, als sie nur zu stricken, zum Beispiel im Netz zeigen. Es ist deutlich leichter, hier die Bilder zu finden, als sich durch die ganzen Fotos auf meinem Handy zu scrollen. Und ich mag gern, wie man den Weg eines Garns nachverfolgen kann. Mann kann zum Beispiel auch, indem man Karten untereinander verlinkt, Projekte verknüpfen, etwa wenn ich irgendwo Reste verarbeitet habe.

Wie organisiert ihr eure Handarbeiten und Notizen? Macht ihr das überhaupt? Oder hab ich einen an der Waffel? Ich bin sehr gespannt, wie andere Menschen das so machen! Ansonsten: einen schönen #scrappysunday euch allen!

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