Vom Stillen und nicht Stillen und warum ich genervt bin von „Zum Stillen Willkommen“-Stickern

Allgemein

Mir ist heute wieder einer dieser „Zum Stillen willkommen!“-Sticker begegnet. Ich habe mich schon mal deswegen im Internet verkämpft, aber ich höre nicht auf. Ich halte die Dinger für falsch. Natürlich nicht, weil ich Stillen für falsch halte.

Es geht mir ums Nicht-Stillen. Ich habe wie alle Menschen nur meine Filterblase um mich herum. Wir sind alle dermaßen empowered, was das Stillen angeht. Das Natürlichste auf der Welt. Das Beste fürs Kind. Ein Grundrecht! Stimmt vermutlich. Bloß: Was ist mit denen, die nicht stillen?

Fläschchen bitte draußen geben

Ich wurde während der Schwangerschaft ganz wundervoll betreut von einer Hebamme, die mir Mut zum Stillen gemacht. Ich bin mit der Einstellung daran gegangen, dass ich das auf jeden Fall kann, und dass es da Probleme geben könnte habe ich kein bisschen in Erwägung gezogen. Und ja, ich fand Frauen, die nicht stillen, irgendwie schon egoistisch. Oder sie hatten sich nicht genug bemüht. Und dann kam ja alles anders als gedacht. Das Kind kam auf die Welt und ab ging’s auf die Intensivstation, mehrere Tage leicht erhöhte Lagerung bei niedriger Temperatur, Schadensbegrenzung, und schon war das ganze Gelaber von Bonding und Hautkontakt für Nüsse, denn wir durften das Kind nicht auf den Arm nehmen. Erst drei Tage später. Bonding kommt auf meiner Prioritätenliste definitiv nach bleibenden Schäden, aber wisst ihr was? Dadurch, dass das vorher immer das wichtigste auf der Welt war, hat mein Kopf das zu einem sonderbaren Schuld-Konstrukt gedreht. Mein Kind muss da jetzt ohne mich liegen. Ja, muss es. Ist aber besser, als die Geburtsschäden nicht zu behandeln. Für den Milcheinschuss war das alles natürlich auch nicht hilfreich, und während andere Frauen mit tropfendes Titties herumliefen (die sahen aber auch nicht happy aus damit), heulte ich die Milchpumpe an, die mir mit Ach und Krach 15 Milliliter je Seite rauszutzelte.

Das Natürlichste auf der Welt, am Arsch

In meiner Filterblase gingen alle um mich herum davon aus, ich würde stillen. Das Gespräch zu dem Thema lief immer gleich:

  • „Ich stille nicht“ – Verblüffung und Ungläubigkeit
  • Ich erkläre warum – tiefes, tiefes Mitleid, und ja, Absolution. Ach so, na gut, unter diesen Umständen ist es ja verständlich.

Soll das heißen, es wäre nicht verständlich, wenn ich einfach nur nicht stillen will? Erstens will ich euer dämliches Mitleid nicht und zweitens geht es euch einen Scheißdreck an, was ich mit meinen Titties mache. „Aber Stillen ist das Natürlichste auf der Welt!“ Seid ihr mal auf die Idee gekommen, was es mit einer im Hormonchaos taumelnden Frau macht, wenn man ihr sagt, dass ihr blöder Körper nicht mal das Natürlichste auf der Welt hinkriegt? Nix Gutes. Meine Hebamme hatte zum Glück zeitnah Mitleid mit mir und meinte „Weißt du, was ein Kind noch mehr braucht als Muttermilch? Eine Mutter, die nicht wahnsinnig wird.“ Und damit hatte sie Recht, denn wer nicht stillt, es aber versucht, ist doppelt am Arsch. Man gibt Fläschchen, man muss also Milchpulver kaufen, Fläschchen und Sauger spülen und desinfizieren, Wasser abkochen und auf die richtige Temperatur bringen und den ganzen Scheiß bei jedem Gang vor die Tür mitschleppen. Und zusätzlich muss man rund alle zwei Stunden an die Melkmaschine, die muss man dann auch hinterher wieder reinigen, ach ja, und man macht ja nie nur die Pulvermilch warm sondern parallel ja auch die Muttermilch, und alles, alles muss gespült werden. PS: Egal ob Muttermilch oder Pulvermilch, das Zeug ist hartnäckig. Die Hölle.

Vielleicht merkt man jetzt schon: Auch Fläschchen sind jetzt nicht gerade easy im Handling. Deswegen finde ich auch diese „Zum Stillen willkommen!“-Sticker so kacke. Als ich mein winziges Kind im Tragetuch hatte und es hungrig wurde, habe ich immer versucht, mir einen ruhigen Ort zu suchen, an dem ich mein Kind ablegen kann (sicher und bequem, ohne Todesfallen und so). Vielleicht mit einem Tischchen, an dem ich die Milch anrühren kann. Mit einem Sessel, in dem ich mich setzen kann, um das kleine Kind auf dem Arm zu halten. Und der bequem genug ist, um ein bisschen sitzen zu bleiben. Und ja, auch wenn ich meine Brüste drin behalte, wäre ein Moment der Ruhe und der Privatsphäre da einfach schön. Manche Kinder brauchen nämlich Ruhe zum trinken, sonst brüllen die einfach nur weiter.

Kommense ma in uns Pausenraum, junge Frau!

Mir sind auch als Fläschchen-Mama natürlich sehr viele liebe Menschen begegnet. Die zwei älteren Verkäuferinnen im Hutgeschäft, die mich von der Bushaltestelle reingeholt haben und mir angeboten haben, mich in ihrem Pausenraum setzen zu können, damit ich nicht weiter Baby und Fläschchen und Thermoskanne und Pulver jonglieren muss. Oder der junge Papa, der im Bus bei akutem Gebrüll die Hand ausgestreckt hat und meinte „Soll ich mal halten?“ Das waren Menschen, die brauchen keinen Sticker. Die sehen, dass jemand Hilfe braucht und gut is. Da macht es keinen Unterschied, wie genau die Milch jetzt ins Kind kommt. Und das ist echt schade an den Stickern, dass sie Fronten aufbauen, wo keine sind. Wieso gibt es keine „Zum Baby füttern willkommen!“-Sticker? Ich hab da mal eben einen gemacht. (Mit Canva, by the way.)

So fucking schwer ist das doch nicht, Leute nicht auszuschließen, die nicht stillen.

Wolle: Weekend-Spaß beim Färben

Sollen wir jetzt noch ein bisschen über Wolle reden? Ich habe vor einer Weile mal gefärbt und stricke jetzt nach und nach die Garne ab. Ich habe ja einen echt Mind-Blown-Moment gehabt, als ich herausgefunden habe, dass es Wolle am Strang gibt. Also nicht als Knäuel.

Krass, oder?! Ich hab jedenfalls mal zehn Stränge bestellt, B-Ware, aber da war nix dran, total toll, und die sind jetzt weggefärbt. Ich muss dringend 50 Stränge oder mehr bestellen. Färben ist so geil, das geht ja auch viel schneller als Stricken!

Färben ist einfach so hart gut. Ich freue mich schon, wenn das Kind ein bisschen größer ist, dann kann es mitmachen. Wird mit den eingeschränkten Händchen definitiv leichter als Häkeln oder Stricken. Übrigens, bisher habe ich nur mit Ostereierfarbe gefärbt. Gibt aber ganz schön geile Ergebnisse, finde ich. Da man damit aber kein richtig sattes Moosgrün hinbekommt bestelle ich mir vermutlich auch mal „so richtige“ Farbe. Oder schieße welche auf dem Wollfestival in Düsseldorf, wo ich hin will. Ich war noch nie auf sowas, stelle es mir aber in etwas so vor:

Eine Hand hält ein lecker aussehendes Getränk in einem Glas hoch, es ist rosa, eiskalt und schaumig und mit einem Minzblatt verziert. Im Hintergrund kann man verschwommen ein kleines Kind in einem Sandkasten erkennen.

Sie sind der Profi für ihr Kind

Allgemein

Die gutmeinenden Menschen in all den Förderinstitutionen machen mich fertig. Das Kind ist jetzt zwei, es dreht also eine Diagnoserunde bei allen behandelnden Ärzt*innen vorbei, Frühförderstelle, sozialpädiatrisches Zentrum, normale Kinderärztin, alle wollen mal gucken, alle meinen noch mal nachmessen zu müssen, als sei ein Kind zu wiegen eine solche Kunst, alle kommen zum gleichen Ergebnis („bisschen schmal, aber schon okay“) und alle loben uns Eltern viel, ganz engagiert, ganz toll sowas, und dann sagen alle, nachdem sie einem eine Stunde lang gesagt haben, was man machen soll: „Aber Sie sind die Experten, niemand kennt ihr Kind so gut wie sie, sie sind da die Profis.“

Laien-Therapeut*in

Wozu frage ich euch dann, ihr Vollprofis? Ich weiß, das ist gut gemeint. Empowerment und so. Die Eltern einbeziehen, nein, nicht nur einbeziehen, sondern bestärken und all das. Aber manchmal wünsche ich mir echte Profis, die mir sagen, was ich tun soll. Klar kenne ich mein Kind gut. Aber ich habe doch keine Ahnung, was ich tue! Ich bin dafür nicht ausgebildet! Das ist das erst Kind das ich großziehe, mit Einschränkungen hab ich schon mal gar keine Erfahrung, geht mir also weg mit „Sie sind der Profi“. Ich tue mein bestes, offenbar klappt das gut, denn ganz oft schlagen die Profis uns Sachen vor, die wir Eltern sowieso schon die ganze Zeit machen, offenbar haben wir eine gute Intuition oder können einfach ordentlich googeln. Ich glaube auch, dass die Fachleute in den Fördereinrichtungen Kummer gewohnt sind und noch mal ganz andere Eltern kennenlernen. Da kann man schon froh sein, wenn die zum Termin kommen.

So viele Socken

Ist aber ja nicht so, als wenn das Leben nur Essig wäre und Therapie. Nein, es ist auch aufräumen und sich mit Ämtern rumärgern, määhähä. Okay, und abends stricken, wenn das Würmchen niedlich schlummert, völlig fertig vom Tag, weil das Kind wieder so wahnsinnig viel erlebt hat. Neulich hat es ein Pferd gestreichelt, davon gebärdet es immer noch ganz aufgeregt. Und Abends dann also die Socken. Ich hing so an der Nadel (uuuh, Kalauer), dass ich nicht mal alle fotografiert habe.

Likey-likey

Allgemein

Und sowas kann man sich echt nicht ausdenken: Die Kasse schreibt. Ich warte schon ewig darauf, weil wir für das Kind Hilfsmittel beantragt haben. Schreibt die Kasse also, aber nicht, was ich erwartet hab, sondern die Ablehnung eines Hilfsmittels, das wir gar nicht beantragt haben. Falschen Antrag gestellt? Kasse Brief an falsches Kind geschickt? Keiner weiß es, da muss man anrufen. Vorher muss man die unterschiedlichen Hilfsmittelhersteller (Leistungserbringer nennt die Kasse die) anrufen und sich auch da schlau machen. Hat den Vorteil, dass man sofort mit echten Leuten sprechen kann und nicht in der Warteschleife hängt.

Da stellt sich nun also raus: Doch, doch, passt schon, das wurde auch beantragt. Hätte nur nicht abgelehnt werden dürfen. Abgelehnt wurden nämlich Schuhe über Orthesen, das sind so Schienen an den Beinen. Mit dem Grund, dass das Kind ja gar keine Orthesen habe. Ja, weil ihr die auch noch nicht genehmigt habt!

Mama no likey.

Ist ja jetzt alles genehmigt, und angeblich kommt nächste Woche der Hilfsmitteltyp und macht einen Abdruck von den Füßchen. Hoffentlich geht das dann schnell, das Kind knickt beim Herumtapsen an der Hand immer so fies an den Knöcheln um, da wird einem ganz schlecht.

Geschenke-Socken

Ich habe ja Wolle gefärbt, aber bis man die verstricken kann dauert es ja leider immer ein bisschen. Macht nix, in der Zwischenzeit stricke ich für eine liebe Freundin, die bald Geburtstah hat, ein paar wie ich finde sehr edle Dinger.

Das sind die My Cup of Tea Socks und sie lassen sich besser beim Pretty Little Liars gucken stricken als gedacht. Ds Muster sitzt ja nur vorne, jede zweite Runde ist glatt rechts und sowieso sind die spektakulärsten Sachen, die man machen muss Zu- und Abnahmen. Bloß das Bündchen war ein kleines bisschen knifflig.

Die Ferse und die Spitze habe ich anders gemacht als vorgeschlagen, weil ich die Käpppchenferse hassehassehasse, nicht das tragen, die sitzt toll, aber das machen, es nervt so unglaublich. Stattdessen habe ich Ferse und Spitze mit der von mir heiß geliebten Fish Lips Kiss Heel gestrickt und den Socken mit einem three needle bind off geschlossen. Ich mag diese sichtbare Ziernaht da oben ja gerne und ich finde auch nicht, dass das drückt. Wenn das drückt, trägst du zu enge Schuhe.

Hier schon mal die erste Socke. Die zweite nadele ich heute abend an. Und dann, endlich-endlich, kann ich mit meiner selbst gefärten Wolle starten.

Oh, Domino!

Allgemein

Hunger! Ich versuche etwas abzunehmen, Babypfunde loswerden vor dem Sommer, aber klappt nicht. Das Kind war krank, Erkältung mit Fieber, also wenig raus gehen, wenig einkaufen, wenig Zeit zum frisch kochen. Heute gibt’s also Pizza von Domino’s, ausgerechnet, und zwar eine von den richtig fiesen. Mit Hackfleisch und Burgersauce und so.

Ganz ehrlich, man kann die Latte ja auch ein bisschen hoch hängen, ne? Ich weiß ja schon nicht, wie das Leute mit einem gesunden Kind hinbekommen. Meins ist ja jetzt nicht krank, aber hat nun mal sepcial needs, ist halt so. Alles dauert mit dem Würmchen ein bisschen länger, alle Phasen dauern auch ein bisschen länger, die Entwicklung ist verzögert, so sagt man, und wenn es bloß verzögert ist, dann soll es mir mal egal sein, hoffentlich lernt das Kind noch ganz, ganz viel. Laufen zum Beispiel, oh, das wäre hilfreich! Jetzt kann es ja frei sitzen, das ist auch schon toll. Man kann so ein Kind ja nun nicht überall einfach hinlegen, um mal die Hände frei zu haben. Also, kann man schon, aber mach das mal. Da gucken die aber im Biergarten ganz schön.

Restesocken!

Parallel stricke ich Restesocken, weil die im Moment die einzigen sind, die mir gefallen. Ich bin zu unkonzentriert für knifflige Muster und dann habe ich da noch so geschipperte, gefleckte Wolle, keine Ahnung wie man das eigentlich nennt, die ich in glatt rechts zu langweilig finde, aber die mir mit Muster fast nie gefällt. Vier Versuche, alle geribbelt. Der fünfte noch nicht, wird aber geribbelt. Da habe ich mich zusammengerissen und dachte „Lass, fertig ist besser als perfekt“, aber jetzt habe ich eine Socke, die ich nicht selbst tragen mag und die ich auch nicht verschenken will. Also ribbeln. Wenn jemand einen guten Tipp hat, was man mit so einem Garn machen kann: Immer her damit, ich bin da sehr denkbar.

Die Restesocken sind ja jetzt nicht mein erster Versuch, sondern der dritte, glaube ich. Dieses Mal habe ich ein Kaffeebohnen-Muster-Bündchen versucht, aber das ist zu stramm, also auch hier wieder ribbeln. Die Socken möchte ich verschenken, die Physiotherapeutinnen des Kindes sollen was bekommen, weil sie sich immer so viel Mühe geben.

Schön, aber einfach zu stramm.

Reiche behinderte Kinder sind nur halb so behindert wie arme, fürchte ich.

Allgemein

Ach je. Das Kind hat ja eine leichte körperliche Behinderung, ich weiß nicht, ob ich das schon mal erwähnt hab. Es läuft nicht, vielleicht später mal, aber bisher ist mit Fortbewegung nun mal Essig. Kinderwagen geht natürlich in der City super, aber für den nächsten Urlaub und aus reinem Bedürfnis muss demnächst mal so ne Kraxe her. Das Tragetuch war lange richtig toll, dann war die Trage besser, weil so ein Kind irgendwann zu lang und zu schwer wird um es vorne zu tragen und jetzt ist es glaube ich so langsam mal die Kraxe.

Keine Sorge, sobald ich mich hier ausgekotzt habe geht es auch gleich um Restesocken.

Ist ja eh krass, dass man mit einem Kinderwagen fast so stark auf Barrierefreiheit angewiesen ist wie jemand im Rolli. Deswegen habe ich den Wurm das erste Jahr durch auch fast nur getragen. War also in erster Linie Faulheit. Weil ich keine Lust hatte, immer Umwege zu gehen, bis ich an den barrierefreien Eingang mit Aufzug komme. Ihr könnt mich mal, ich schnalle mir den Köttel um und gehe vorne durch die Tür.

Kraxe für den Köttel

Was ich aber jetzt bei den Kraxen so richtig merke: Wie machen das eigentlich arme Leute? Leute, die nicht mal eben 200, 300, 400 Euro für einen Wanderrucksack mit Kinderfunktion raushauen können? Ein Tragetuch geht ja noch, das kriegst du beim dämlichen Mamikreisel für nen Fuffi. Ist ja sogar billiger als Kinderwagen. Aber auch die: Kriegste billig, aber so schäbig baumelt dann dein Kind da auch drin rum.

So eine Kraxe die ich gut finde kostet also nun um die 300 Euro. Minimum. Ich rede mir das schön, weil wir sie mit dem Kind ja lange brauchen werden, weil es ja nicht von heute auf morgen wird laufen können und weil man da auch Stauraum mit kauft und sich selbst einen gesunden Rücken, denn der leidet mittlerweile, oh, wie der leidet, der Wurm ist schwer, die Einkäufe sind schwer, die Stadt hat viele Hügel, aber dennoch: teuer. Und die Eltern, die sich Zeug nicht leisten können, oder vielleicht auch einfach gar nicht wissen, dass es Zeug gibt, weil sie nicht den halben Tag im Büro vor Facebook verpimmeln, sondern nützliche, richtige Jobs machen, diese Eltern treffe ich dann manchmal in der Frühförderstelle. Oh, dünnes Eis, ich weiß. Was ich damit sagen will: Ich glaube, öfter als uns lieb ist ist die Behinderung eines Kindes gar nicht angeboren sondern ist ein Systemfehler. Und ich meine damit überhaupt nicht, dass die Eltern einen schlechten Job machen. Das ist glaube ich echt nur wirklich selten der Fall. Aber da fehlen dann Infos, da fehlt dann Geld, dann fehlt dann Geduld weil das Geld fehlt…

Give! The! Money!

Und wir haben Glück und das Kind wird gefördert wie blöde und wir können uns meistens irgendwas leisten und haben Bücher gelesen, weil unsere Eltern uns immer schon welche gegeben haben, also haben wir auch jetzt welche und lesen sie und wissen Sachen, die wir beim Kind anwenden, und wir geben auch dem Kind Bücher, denn auch wenn es nie laufen lernt und sowieso nie eine Sportskanone wird, Bücher lesen geht immer, und das Würmchen liebt sie, die Bücher, und schaut und schaut und schaut sich die Bilder an.

Boah endlich, die Socken.

Ich stricke dazu an den Abenden Reste weg und bin fast ein bisschen traurig, dass die Restesocken schöner sind als der ganze Shit, den ich mit so viel Mühe sonst so raus haue. Dieses Mal sind es zwei selbstgestreifte Wollen gegeneinanderverzwirbelt, also jede Runde gewechselt. Spitze und Bündchen einfach in schwarz. Als Ferse habe ich mir Vanilla is the new black ausgesucht, die ich für überteuert halte, aber eben schön. Bündchen: Erstes Mal Mäusezähnchen. Lästig, altbacken, nicht das was ich erwartet habe. Und null elastisch.

Geilen Jogger hab ich da auch noch an!

Die erste Socke habe ich Cuff down gestrickt, die zweite Toe up. Ich bleibe beim Toe up, vor allem bei Restesocken. Dann kann man stricken, bis die Wolle alle ist und muss sich keine Sorgen machen, ob sie langt. Mega ist deswegen, dass es die Vanilla-Ferse auch in einer Toe-up-Version gibt. Dafür habe ich dann tatsächlich mal das Geld ausgegeben (nicht wie für die Cuff-down-Variante, auf die ich einfach lange draufgestarrt habe, und dann ging es auch), und es hat sich gelohnt. Die sieht halt geil aus und allein wäre ich nicht drauf gekommen.

Aaaah, die Ferse. So hübsche Rippchen.

Falls sich jemand fragt, wie sich sicherstelle, dass ich genug Reste für zwei Socken habe: Ich wickele die Knäuel per Hand, dann wickele ich sie wieder ab auf ein zweites, bis ich sie halbiert habe und dann geht’s los.