Qual der Wahl

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Ich war auf einem Wollfestival, zum allerersten Mal. Und was habe ich eingekauft. Drei handgefärbte Stränge für Socken, zwei superweiche Knäuel in Regenbogenfarben für Ringelsocken, zwei handgefärbte Stränge für ein Dreieckstuch, und einen Bobbel, auch für ein Dreieckstuch. Und jetzt stehe ich vor der glücklichen Entscheidung, was ich als nächstes stricken soll.

Besonders beeindruckt hat mich Ponde Rosa. Wunderschönes Garn, weich, tolle Farben, und ich bin wahnsinnig gespannt, wie es aussieht. Ich schwanke zwischen Autumn Fires für die linke, Speckled Space Socks für die mittlere und einer Variante der Gundel für die rechte Wolle. Oder ich mache Rye Socks aus dem Garn, über das ich mich neulich so beschwert habe. Vermutlich machen die Rye Socks das Rennen, einfach weil ich da den Strang nicht mehr wickeln muss. Ich bin voll platt. Das Kind hat nämlich Eingewöhnung im Kindergarten. Es ist sehr anpassungsfähig und geht gerne hin, aber mich plättet die Umgewöhnung doch ganz schön.

Ich will weniger Ski fahren.

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Ich hab mich vor einer Weile in Vanilla is the new Black verliebt. Nicht nur, weil Orange is the new Black so eine wahnsinnig gute Serie ist, ich mag auch gern kleine Details, um die man drumherum einfach nur stumpf glatt rechts stricken kann. Schön beim Netflixen. Oder im Skiurlaub, neulich in der Schweiz, wobei Winterurlaub es besser trifft. Das Kind ist noch zu klein und unbeholfen zum Skifahren und ich brauche im Urlaub immer dringend viel Zeit, um vor dem Kamin day drinking zu machen, denn einer muss es ja machen, macht ja sonst keiner, die immer alle so „Ab auf die Piste!“ und dann fahren die runter und runter und runter und essen die Brote im Lift, um keine Zeit zu verlieren und ich so „Bäh, nä, ich mach mal ein Feuer und esse noch ein Ei und dann können wir mal gucken, vielleicht komme ich nach, um eins oder so“ und die dann so „aber das lohnt sich gar nicht mehr“ und ich bin dann irgendwann ruhig und denke mir „ich will doch überhaupt nicht so viel Skifahren, hast du mich mal angeguckt, ich hab keine Kondition, ich mache keinen Sport, ich stricke socken und denke über Sachen nach und beruflich denke ich auch über Sachen nach und tippe statt zu stricken oder denke mir was aus, aber es ist insgesamt mit meinem Privatleben gut vergleichbar und gibt insgesamt ein harmonisches Bild ab für mich.

Hab dann also im Urlaub auch ein gutes Stück gestrickt. Nicht nur die Rye-Socken sind fertig geworden, ich bin auch noch dazu gekommen, die da oben anzunadeln. Ich kann an dieser Stelle die Anleitung nicht wirklich empfehlen, weil ich sie nicht gekauft habe. Ich fand die immer so schön aber irgendwie sehe ich nicht ein, für so ein paar Rippen auf der Ferse fast sechs kanadische Dollar auszugeben. Ohne jetzt zu wissen, wie viel das in Euro wäre. Also habe ich lange auf die Ferse gestarrt und bin auch so drauf gekommen. Es ist halt eine Variante der Zunahemferse.

Sitzt gut und sieht gut aus

Wie die Zunahmeferse sitzt das Ding ganz schön gut und ist unglaublich easy zu stricken. Außerdem wird das Muster der Wolle nicht verhunzt. Und weil die Ferse so schön geworden ist, ich aber eigentlich Toe-Up-Strickerin bin, wollte ich unbedingt auch die Variante von unten können. Das hat dann aber per Draufstarren nicht geklappt, also habe ich dann doch die blöden sechs kanadischen Dollar ausgegeben. Ist in Euro bisschen weniger. Trotzdem frech für ne Ferse, wenn ihr mich fragt, zumal die Fish Lips Kiss Heel nur einen Euro kostet und eine wahnsinnig tolle Anleitung rund ums Sockenstricken beinhaltet. Mehr muss man nicht wissen, niemals. Ich hab die Vanilla Reversed noch nicht getestet, aber wehe das Ding wird nicht gut.

Speckled Space Socks

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Zweiter Blogeintrag, ich halte mich für fleißig, und traue mich noch nicht, etwas Politisches zu  sagen. Ich will mich rantasten. Ich glaube allerdings fest daran, dass das Individuum immer politisch ist, sonst ist es irgendwie tot. Wir sind nicht allein auf der Welt, was man tut hat Konsequenzen, was man lässt auch, und ohne, dass ich in irgendeiner Partei Mitglied wäre, verorte ich mich definitiv links, viel weiter links als die Mitte, vielleicht wähle ich demnächst mal so richtig die Kommunisten, denn warum wählt man eigentlich immer nur das, wovon man glaubt, dass die Partei auch irgendeine Chance hat? Das ist so feige. Und dann habt ihr halt nach jeder Wahl die gleiche Sauce, große Koalition kommt dabei raus, wenn ihr Feiglinge wählt, und das ist ja nicht mal das Schlimmste, was passieren könnte.

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Das Bild ist hier nur, weil ich weiß, dass lesende Augen hin und wieder mal ein Bild brauchen, sonst langweilen sie sich. Aber keine Sorge, ich komme gleich zu den Socken. Die sind schon echt hübsch, oder?

Jedenfalls, das Individuum: Ich bin ja auch eins von denen und ich habe mir überlegt, dass ich in diesem Blog in gar keiner Weise als Person in Erscheinung treten will. Also was so Name und so angeht. Ich erhoffe mir davon zum einen, mich mehr zu trauen, dem ganzen mehr Tagebuch-Charakter zu geben, außerdem will ich eigentlich keine Selbstdarstellung machen, beziehungsweise schon, aber nicht in so kacke und ichbezogen (ist kacke eigentlich ein Adjektiv? Duden sagt nein).

foto eines frühen standes der restedecke. ziemlich bunt!

reste-decke #1

Handarbeiten

dieser blog startet gerade, das ist der erste eintrag. deswegen lehne ich mich mal nicht zu weit aus dem fenster, sondern zeige erst mal etwas, woran ich gerade so arbeite: die reste-decke.

foto eines frühen standes der restedecke. ziemlich bunt!

ja, das ist sockenwolle. ich stricke nämlich einen haufen socken, ohne ende socken, meistens so zwei paar pro woche. vermutlich ist das gelogen, aber es sind wirklich verdammt viele socken. vielleicht zeige ich in einem der nächsten blogenträge die 2018er-socken.

wer socken strickt, weiß auch, dass die reste nervig werden können. aus einem knäuel kriege ich immer locker ein paar socken und es bleibt ganz schön viel übrig. aber natürlich nie genug für ein zweites paar socken. kindersocken, das ginge. damit rutscht das kind aber auf den dielen aus.